Im Herbst 2008 brach nahezu das gesamte isländische Bankwesen zusammen. Das schuf den Nährboden und die notwendige Aufmerksamkeit für einige tiefgreifende Reformdebatten über Staatsgeld, Geldpolitik und Demokratie. Doch wie sieht es zehn Jahre später aus? Kam es zu grundlegenden Reformen oder inwieweit blieb der Totalcrash folgenlos? Über diesen Fragenkomplex werde ich Mitte November auf einer Konferenz an der Universität Hamburg referieren. Dort treffen sich Ökonom*innen und Sozialwissenschaftler*innen, um 10 Jahre nach der Weltfinanzkrise über New Economic Thinking – Beginn einer Transformation von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft zu debattieren. Zum Abstract

Bekanntlich beschäftige ich mich in meinem Promotionsprojekt mit dem Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie. Außerdem erforsche ich entsprechende Reforminitiativen, die das bestehende krisenanfällige fraktionale Reservesystem durch ein Geldsystem auf Basis von »Vollreserve« oder gar auf Basis von »Vollgeld« ersetzen wollen. Doch warum ausgerechnet am Beispiel von Island? Dass sich der kleine Inselstaat im Nordatlantik aus vielen Gründen regelrecht anbietet, ist kurz zu erklären. Das will ich wissen!

Nach monatelangem Tauziehen zwischen den politischen Lagern hat Island jetzt eine neue Regierung. Die alten Eliten der »Unabhängigkeitspartei« konnten sich trotz der Massenproteste des letzten Jahres und trotz ihrer vielen Skandale wieder durchsetzen. Sie regieren zukünftig in einer neuartigen Mitte-Rechts-Koalition gemeinsam mit zwei noch sehr jungen politischen Kräften, der konservativen »Reformpartei« und der Zentrumspartei »Strahlende Zukunft«. Weiterlesen

Ich lerne Isländisch, yeah! Hvað heitir þú? Talar þú íslensku? Nei? Þetta gerir ekkert til. Viltu læra íslensku með mér? Nichts verstanden? Dann das Ganze noch einmal auf Deutsch: Wie heißt du? Sprichst du Isländisch? Nein? Das macht nichts. Willst du mit mir Isländisch lernen? Zeig mir mehr!

Islands rechtsliberale Regierung hat die Wählergunst klar verspielt. Die vorgezogene Parlamentswahl am gestrigen 29. Oktober führt stattdessen zu neuer Dynamik und bringt viele frische Köpfe ins Althing (Alþingi). Unüberhörbare Rufe nach Veränderungen ertönen. Dennoch ist überraschend offen, wie eine neue Regierung aussehen könnte. Wer am ehesten eine mehrheitsfähige Koalition schmieden kann und damit Premierminister*in wird, bleibt folglich abzuwarten. Die nächsten Tage werden sicher sehr spannend. Das möchte ich lesen!

In Island stehen bald Parlamentswahlen vor der Tür. Dann werden die Karten und Mandate neu gemischt. Was bedeutet das für die angestrebte Geldkommission, zumal viele bisherige Unterstützer*innen aufhören? Der Geldreformer Frosti Sigurjónsson wird dabei einer von ihnen sein. Das muss ich lesen!

Der Termin für die Neuwahl steht fest. Am 29. Oktober wählen die Isländer*innen vorzeitig ihr neues Parlament. Die amtierende Regierung dürfte abgewählt werden. Umfragen zufolge könnte ein links-grünes Viererbündnis übernehmen. Ausgemacht ist das allerdings noch lange nicht. Das möchte ich lesen!

In den letzten Wochen kam wieder etwas Bewegung in die Debatte des isländischen Parlaments um eine Geldkommission. Quasi kurz vor Toresschluss, denn es soll noch in diesem Herbst Neuwahlen geben. Das muss ich lesen!

Seit gestern führt Guðni Th. Jóhannesson die Amtsgeschäfte des isländischen Staatsoberhauptes (»Forseti Íslands«). Er ist damit der jüngste und erst der sechste Präsident in der Geschichte Islands. Der vierte und letzte Teil meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl thematisiert Jóhannessons Rede zum Amtsantritt. Das möchte ich lesen!

Am 25. Juni wurde Guðni Th. Jóhannesson zum neuen Präsidenten von Island gewählt – welches Amtsverständnis hat der Historiker und wie steht er zu den Forderungen nach einer Verfassungsreform? Teil 3 meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl. Das möchte ich lesen!

Am 25. Juni wurde Guðni Th. Jóhannesson zum neuen Präsidenten von Island gewählt – ist das ein Ausdruck des Wunsches nach Neuanfang und Bruch mit den Eliten? Teil 2 meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl thematisiert das Wahlergebnis vor dem Hintergrund einer verbreiteten Unzufriedenheit mit den politischen und wirtschaftlichen Eliten, ihren Skandalen und ihrer Politik während und im Nachgang eines tief greifenden Finanzcrashs. Das möchte ich lesen!

Am 25. Juni wurde Guðni Th. Jóhannesson zum neuen Präsidenten von Island gewählt. Der erste Teil meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl bereitet das Wahlergebnis auf und wertet die statistischen Daten im Lichte der Umfragen aus. Eine biografische Gegenüberstellung des gewählten und des noch amtierenden Präsidenten runden diesen Aufsatzteil ab. Das möchte ich lesen!

Es ist entschieden: Der parteiunabhängige Historiker Guðni Th. Jóhannesson wird der sechste Präsident von Island. Seine Wahl könnte Auswirkungen auf die politische Kultur des rund 330.000 Einwohner*innen zählenden europäischen Inselstaates im Atlantik haben. Das betrifft sowohl die Rolle des Staatsoberhauptes als auch seine mahnenden Worte in Richtung der etablierten Parteien. Von ihnen erwartet er, dass sie gesellschaftliche Missstände endlich angehen und eine konstitutionelle Reform für mehr Bürgernähe und Bürgerbeteiligung nicht länger blockieren. Deshalb ist es sehr lohenswert, die isländische Präsidentschaftswahl und einige damit zusammenhängende Fragen einmal eingehender aus politikwissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen. Das möchte ich lesen!