Im Herbst 2008 brach nahezu das gesamte isländische Bankwesen zusammen. Das schuf den Nährboden und die notwendige Aufmerksamkeit für einige tiefgreifende Reformdebatten über Staatsgeld, Geldpolitik und Demokratie. Doch wie sieht es zehn Jahre später aus? Kam es zu grundlegenden Reformen oder inwieweit blieb der Totalcrash folgenlos? Über diesen Fragenkomplex werde ich Mitte November auf einer Konferenz an der Universität Hamburg referieren. Dort treffen sich Ökonom*innen und Sozialwissenschaftler*innen, um 10 Jahre nach der Weltfinanzkrise über New Economic Thinking – Beginn einer Transformation von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft zu debattieren. Zum Abstract

Inwieweit kann die Wiederverstaatlichung der Geldproduktion durch ein »Vollgeldsystem« im Vergleich zur gegenwärtigen Geldordnung in monetärer, demokratischer und sozialer Hinsicht von Vorteil sein? Inwieweit stellt »Vollgeld« also eine praktikable Lösung für bestehende Probleme dar? Dieser Frage werde ich mich in einem Impulsvortrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg widmen. Dort findet vom 28. bis zum 30. November 2018 eine interdisziplinäre Tagung statt, um die »Realität und Wahrnehmung von Finanzmärkten in der Gegenwart« aus verschiedenen, insbesondere sozialwissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten. Überdies ist eine Publikation angedacht. Mehr

In den letzten Tagen und Wochen habe ich das Exposé für mein Forschungsprojekt über »Staatsgeld, Macht und Demokratie« deutlich überarbeitet. Während die Version vom Februar mein Ticket in die Universität löste, soll die jetzige bei der Einwerbung von Drittmitteln helfen. Vor allem aber hilft mir das Exposé bei der Selbstvergewisserung über Inhalt, Methodik, Arbeitsschritte, Zeitplanung und Zweck. Insofern zeige ich auch ganz konkret die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz meines Promotionsvorhabens auf. Weiterlesen

Bekanntlich beschäftige ich mich in meinem Promotionsprojekt mit dem Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie. Außerdem erforsche ich entsprechende Reforminitiativen, die das bestehende krisenanfällige fraktionale Reservesystem durch ein Geldsystem auf Basis von »Vollreserve« oder gar auf Basis von »Vollgeld« ersetzen wollen. Doch warum ausgerechnet am Beispiel von Island? Dass sich der kleine Inselstaat im Nordatlantik aus vielen Gründen regelrecht anbietet, ist kurz zu erklären. Das will ich wissen!

Enrico vor seiner neuen Wirkungsstätte in Erfurt Jetzt sind die Weichen gestellt, denn ab sofort bin ich Doktorand an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Erfurt. Dort promoviere ich am Beispiel von Island zum Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie.

Den ganzen Artikel gibt es auf meiner Website.

Wie es der Zufall so will, bot sich mir die Gelegenheit, ein neues Forschungsprojekt zur Geschichte der »Vollgeld«-Bewegung zu konzipieren. Damit greife ich übrigens eine meiner ersten Ideen für ein Promotionsthema wieder auf. Weiterlesen

Einer weltweit durchgeführten Umfrage zufolge wissen nur erschreckend geringe 20 Prozent der Befragten, dass heutzutage fast das gesamte in der Volkswirtschaft zirkulierende Geld von den Banken hergestellt wird. Dürften die befragten Menschen jedoch selbst darüber bestimmen, wer neues Geld herstellen und in Umlauf bringen soll, dann spräche sich eine klare Mehrheit für die Regierung oder die Zentralbank aus. Kaum jemand fände es gut, wenn profitorientierte private Geschäftsbanken das Privileg der »Geldschöpfung« und damit einhergehend auch die Vorrechte auf die »Seigniorage« und die Erstverwendung des neu geschaffenen Geldes behielten. Insgesamt stellt diese internationale Studie eine wichtige und wertvolle Quelle dar. Zeig mir mehr!

Ab sofort sind Einführungsveranstaltungen zum »Vollgeld«-Konzept buchbar. Den Auftakt machte die Grüne Jugend, für die ich Mitte Oktober in Jena einen individuell zugeschnittenen Workshop durchführte. Es bereitet mir stets viel Freude, mit hochmotivierten, wissbegierigen und diskussionsfreudigen Aktivengruppen zusammenzuarbeiten. Zeig mir mehr!

In Island stehen bald Parlamentswahlen vor der Tür. Dann werden die Karten und Mandate neu gemischt. Was bedeutet das für die angestrebte Geldkommission, zumal viele bisherige Unterstützer*innen aufhören? Der Geldreformer Frosti Sigurjónsson wird dabei einer von ihnen sein. Das muss ich lesen!

In den letzten Wochen kam wieder etwas Bewegung in die Debatte des isländischen Parlaments um eine Geldkommission. Quasi kurz vor Toresschluss, denn es soll noch in diesem Herbst Neuwahlen geben. Das muss ich lesen!