Im Herbst 2008 brach nahezu das gesamte isländische Bankwesen zusammen. Das schuf den Nährboden und die notwendige Aufmerksamkeit für einige tiefgreifende Reformdebatten über Staatsgeld, Geldpolitik und Demokratie. Doch wie sieht es zehn Jahre später aus? Kam es zu grundlegenden Reformen oder inwieweit blieb der Totalcrash folgenlos? Über diesen Fragenkomplex werde ich Mitte November auf einer Konferenz an der Universität Hamburg referieren. Dort treffen sich Ökonom*innen und Sozialwissenschaftler*innen, um 10 Jahre nach der Weltfinanzkrise über New Economic Thinking – Beginn einer Transformation von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft zu debattieren. Zum Abstract

Inwieweit kann die Wiederverstaatlichung der Geldproduktion durch ein »Vollgeldsystem« im Vergleich zur gegenwärtigen Geldordnung in monetärer, demokratischer und sozialer Hinsicht von Vorteil sein? Inwieweit stellt »Vollgeld« also eine praktikable Lösung für bestehende Probleme dar? Dieser Frage werde ich mich in einem Impulsvortrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg widmen. Dort findet vom 28. bis zum 30. November 2018 eine interdisziplinäre Tagung statt, um die »Realität und Wahrnehmung von Finanzmärkten in der Gegenwart« aus verschiedenen, insbesondere sozialwissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten. Überdies ist eine Publikation angedacht. Mehr

Karl Marx und seine Kapitalismuskritik sind im Jubiläumsjahr 2018 zwar en vogue. Doch welche geldsystembedingten verteilungs- und machtpolitischen Probleme müsste eine auf die derzeitigen Realitäten bezogene »Kritik der politischen Ökonomie« notwendigerweise thematisieren? Die Hans-Böckler-Stiftung hat mich eingeladen, auf ihrer Marx-Tagung im April 2018 genau darüber zu referieren und einen gesellschaftskritischen Beitrag zur Analyse des Kapitalismus zu leisten. Abstract

Im letzten Blog-Beitrag habe ich den Begriff und das vorherrschende Konzept der »Unabhängigkeit« von Zentralbanken diskutiert. Der heutige dritte Blog-Beitrag meiner Serie »Geldmacht vs. Demokratie« beleuchtet hingegen die konkrete Ausprägung der Zentralbankautonomie im Falle der EZB. Er schließt damit den ersten Hauptteil meines geplanten Aufsatzes ab. Weiterlesen

Der erste Hauptteil meiner Artikelserie »Geldmacht vs. Demokratie« widmet sich den strukturellen Aspekten einer »Unabhängigkeit« von Zentralbanken im Allgemeinen und der EZB im Speziellen. Zunächst möchte ich die Frage beantworten, was »Unabhängigkeit« oder »Autonomie« überhaupt bedeutet, bevor ich in einem Folgebeitrag die konkrete Ausprägung bei der EZB kritisch darstellen kann. Ausgewählte Beispiele sollen dabei die Vielfalt von Zentralbankregimen im internationalen Vergleich verdeutlichen. Los geht’s

Unter dem Titel »Geldmacht vs. Demokratie« habe ich auf dem diesjährigen »Momentum«-Kongress im idyllisch gelegenen österreichischen Hallstatt das erste Forschungspapier aus meinem Dissertationsprojekt präsentiert. Aus der Diskussion mit den beiden Professor*innen, den Nachwuchsforscher*innen und politischen Aktivist*innen nehme ich viele gewinnbringende Anregungen mit. Dass ich mit dem Thema offenbar einen Nerv traf, der sogar jenseits meines Tracks für jede Menge Gesprächsstoff sorgte, war nicht das erste Mal. Das motiviert ungemein, das Forschungsfeld weiter zu bearbeiten und auch öffentlich zu debattieren. Dieser Blog-Beitrag startet daher eine neue Artikelserie zum Fallbeispiel der EZB als inoffizieller Vierter Staatsgewalt. Los geht’s

In den letzten Tagen und Wochen habe ich das Exposé für mein Forschungsprojekt über »Staatsgeld, Macht und Demokratie« deutlich überarbeitet. Während die Version vom Februar mein Ticket in die Universität löste, soll die jetzige bei der Einwerbung von Drittmitteln helfen. Vor allem aber hilft mir das Exposé bei der Selbstvergewisserung über Inhalt, Methodik, Arbeitsschritte, Zeitplanung und Zweck. Insofern zeige ich auch ganz konkret die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz meines Promotionsvorhabens auf. Weiterlesen

Bekanntlich beschäftige ich mich in meinem Promotionsprojekt mit dem Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie. Außerdem erforsche ich entsprechende Reforminitiativen, die das bestehende krisenanfällige fraktionale Reservesystem durch ein Geldsystem auf Basis von »Vollreserve« oder gar auf Basis von »Vollgeld« ersetzen wollen. Doch warum ausgerechnet am Beispiel von Island? Dass sich der kleine Inselstaat im Nordatlantik aus vielen Gründen regelrecht anbietet, ist kurz zu erklären. Das will ich wissen!

Enrico vor seiner neuen Wirkungsstätte in Erfurt Jetzt sind die Weichen gestellt, denn ab sofort bin ich Doktorand an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Erfurt. Dort promoviere ich am Beispiel von Island zum Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie.

Den ganzen Artikel gibt es auf meiner Website.

Wie es der Zufall so will, bot sich mir die Gelegenheit, ein neues Forschungsprojekt zur Geschichte der »Vollgeld«-Bewegung zu konzipieren. Damit greife ich übrigens eine meiner ersten Ideen für ein Promotionsthema wieder auf. Weiterlesen

Ich lerne Isländisch, yeah! Hvað heitir þú? Talar þú íslensku? Nei? Þetta gerir ekkert til. Viltu læra íslensku með mér? Nichts verstanden? Dann das Ganze noch einmal auf Deutsch: Wie heißt du? Sprichst du Isländisch? Nein? Das macht nichts. Willst du mit mir Isländisch lernen? Zeig mir mehr!

Geld macht Reformen. Macht »Geld« wirklich Reformen? Oder sind es nicht vielmehr Menschen mit ihren jeweiligen biografischen Hintergründen und (auch pekuniären) Interessen, die Reformen voranbringen oder verhindern? Wer viel Geld hat und sich damit viel »leisten« kann, verfügt auch über viel politische Macht und ist privilegiert? Brauchen wir im Übrigen nicht dringend GeldMachtReformen? Ein krisensicheres, sozial gerechteres, ethisch besseres und nachhaltigeres Geldsystem? Ein anderes Verständnis und Verhältnis zu diesem mystisch wirkenden menschlichen Konstrukt »Geld«? Ich möchte weiterlesen!