Staatsgeld und Souveränität in einer Demokratie

Diese Webseite ist für alle, die sich einen guten ersten Eindruck von meinem Forschungsprojekt über Staatsgeld, Souveränität und Geldmachtreformen am Beispiel von Island machen möchten. Neben Erkenntnisgewinnen dient es gleichzeitig auch dazu, an der Universität Erfurt den Doktorgrad der Sozialwissenschaften zu erwerben. Da ich fortlaufend daran arbeite, aktualisiere und überarbeite ich diese Projektseite regelmäßig.

Mein Promotionsvorhaben in aller Kürze

Thema und Zielstellung

Arbeitstitel: Staatsgeld und Souveränität in einer Demokratie: Zur Theorie und Kritik des »Vollgeldes« im Kontext des politischen Systems und der Reformdebatten in Island nach dem Finanzsystemcrash 2008.

Mit meiner Studie möchte ich einen gesellschaftskritischen Beitrag zur Politischen Ökonomie des Geldwesens leisten. Untersuchungsgegenstand ist die moderne Currency-Theorie des »Vollgeldes« als viel versprechende, aber zwingend auch sozial und politisch zu reflektierende monetäre Alternative zum krisenanfälligen und dysfunktionalen Status Quo. Deshalb erforsche ich aktuelle Initiativen gesellschaftlicher und politischer Kräfte, die das vollständige staatliche Geldregal wieder herstellen wollen. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen folglich eine Systemanalyse und die Frage, inwieweit »Vollgeld« Island in monetärer Hinsicht mehr »Souveränität« verschaffen würde. Dazu gehört auch, die wesentlichen Strukturmerkmale der bestehenden mit einer auf »Vollgeld« basierenden Finanzsystemarchitektur zu vergleichen. Island ist dabei freilich nur ein gut gewähltes Fallbeispiel, an dem ich das Spannungsverhältnis von Geldsystem, politischer Gestaltungsmacht und nationaler Souveränität unter verschiedenen Gesichtspunkten kritisch diskutieren möchte.

Forschungsansatz und Methodik

Insoweit bewegt sich mein Thema in einem hochgradig interdisziplinären Forschungsbereich, den man mit dem altehrwürdigen Terminus »Staatswissenschaften« überschreiben könnte. Im Rahmen eines politikwissenschaftlichen Ansatzes der Politischen Ökonomie greife ich deshalb auf Methoden und Herangehensweisen verschiedener Fächer zurück. Dazu gehören die Politik-, Wirtschafts-, Geschichts- und Rechtswissenschaften sowie die Soziologie. Ich verwende aber auch ingenieurwissenschaftliche Modellierungsmethoden.

Institutionelle Anbindung

An der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt sind meine akademischen Betreuer der Politikwissenschaftler und Politische Ökonom Prof. Dr. Oliver Kessler, der in Erfurt die Professur für Internationale Beziehungen innehat, sowie der Finanzwissenschaftler und Finanzsoziologie Prof. Dr. Dr. Helge Peukert, der an der Universität Siegen den neuen Fach- und Forschungsbereich Plurale Ökonomik mit aufbaut. Organisatorisch bin ich mit meinem Promotionsprojekt in das Forschungscluster C2PO eingebunden, was für »Center for Political Practices and Orders« steht.

Feedback

Über gewinnbringende Anregungen, Kritik und Diskussionen freue ich mich nicht nur jederzeit, ich bitte sogar ausdrücklich darum. Schreiben Sie mir dazu am besten direkt eine E-Mail an enrico[ät]geldmachtreformen[pkt]de oder nutzen die verschiedenen Kommentarfunktionen meiner Website.

Alle Blogbeiträge, die sich im engeren Sinne mit meinem Promotionsprojekt beschäftigen, finden Sie übrigens in der Kategorie »Dissertationsprojekt«.

Spenden

Eine Promotion ist finanziell nicht ganz ohne, wie es so schön heißt. Denn neben dem eigenen Lebensunterhalt sind auch zahlreiche Forschungsaufwendungen zu bezahlen. Dazu gehören zuvorderst die Arbeitsinfrastruktur, Materialbeschaffungen (Bücher, Experteninterviews, Datenerhebungen), Forschungsreisen (zu Archiven, Interviewpartner*innen, Institutionen), Konferenzteilnahmen und Veröffentlichungen. Aber auch der Erwerb notwendiger Zusatzqualifikationen (Methoden- und Sprachkurse etc.) will abgesichert sein. Deshalb strebe ich prinzipiell eine Promotionsstelle nebst Einbindung in ein Forschungsnetzwerk an, stelle parallel dazu aber auch Stipendienanträge.

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