This argumentative essay was part of a mock exam in English at the University of Potsdam, where I attended a language course at the C1 level (UNIcert III). It was finished on 11 December 2018. Although I am very happy that my essay was given a grade of 1.0, I took the time to slightly revise and further improve it. Have a good read!

Immer, wenn ich anhand meiner isländischen Fallbeispiele den Zusammenhang von »Geldschöpfung«, Eigenkapital und Finanzsystemkrise erläutere, bekomme ich viele neugierige Nachfragen. Das Themenfeld stößt offenbar auf großes Interesse. Ich habe mich deshalb entschlossen, diesen speziellen Aspekt meiner Forschungen zum gegenwärtigen Geldsystem und zu den Ursachen von Bankkrisen etwas detaillierter aufzuarbeiten. Weiterlesen

Im Herbst 2008 brach nahezu das gesamte isländische Bankwesen zusammen. Das schuf den Nährboden und die notwendige Aufmerksamkeit für einige tiefgreifende Reformdebatten über Staatsgeld, Geldpolitik und Demokratie. Doch wie sieht es zehn Jahre später aus? Kam es zu grundlegenden Reformen oder inwieweit blieb der Totalcrash folgenlos? Über diesen Fragenkomplex werde ich Mitte November auf einer Konferenz an der Universität Hamburg referieren. Dort treffen sich Ökonom*innen und Sozialwissenschaftler*innen, um 10 Jahre nach der Weltfinanzkrise über New Economic Thinking – Beginn einer Transformation von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftswissenschaft zu debattieren. Zum Abstract

Inwieweit kann die Wiederverstaatlichung der Geldproduktion durch ein »Vollgeldsystem« im Vergleich zur gegenwärtigen Geldordnung in monetärer, demokratischer und sozialer Hinsicht von Vorteil sein? Inwieweit stellt »Vollgeld« also eine praktikable Lösung für bestehende Probleme dar? Dieser Frage werde ich mich in einem Impulsvortrag an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg widmen. Dort findet vom 28. bis zum 30. November 2018 eine interdisziplinäre Tagung statt, um die »Realität und Wahrnehmung von Finanzmärkten in der Gegenwart« aus verschiedenen, insbesondere sozialwissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten. Überdies ist eine Publikation angedacht. Mehr

Karl Marx und seine Kapitalismuskritik sind im Jubiläumsjahr 2018 zwar en vogue. Doch welche geldsystembedingten verteilungs- und machtpolitischen Probleme müsste eine auf die derzeitigen Realitäten bezogene »Kritik der politischen Ökonomie« notwendigerweise thematisieren? Die Hans-Böckler-Stiftung hat mich eingeladen, auf ihrer Marx-Tagung im April 2018 genau darüber zu referieren und einen gesellschaftskritischen Beitrag zur Analyse des Kapitalismus zu leisten. Abstract

Im letzten Blog-Beitrag habe ich den Begriff und das vorherrschende Konzept der »Unabhängigkeit« von Zentralbanken diskutiert. Der heutige dritte Blog-Beitrag meiner Serie »Geldmacht vs. Demokratie« beleuchtet hingegen die konkrete Ausprägung der Zentralbankautonomie im Falle der EZB. Er schließt damit den ersten Hauptteil meines geplanten Aufsatzes ab. Weiterlesen

Der erste Hauptteil meiner Artikelserie »Geldmacht vs. Demokratie« widmet sich den strukturellen Aspekten einer »Unabhängigkeit« von Zentralbanken im Allgemeinen und der EZB im Speziellen. Zunächst möchte ich die Frage beantworten, was »Unabhängigkeit« oder »Autonomie« überhaupt bedeutet, bevor ich in einem Folgebeitrag die konkrete Ausprägung bei der EZB kritisch darstellen kann. Ausgewählte Beispiele sollen dabei die Vielfalt von Zentralbankregimen im internationalen Vergleich verdeutlichen. Los geht’s

Unter dem Titel »Geldmacht vs. Demokratie« habe ich auf dem diesjährigen »Momentum«-Kongress im idyllisch gelegenen österreichischen Hallstatt das erste Forschungspapier aus meinem Dissertationsprojekt präsentiert. Aus der Diskussion mit den beiden Professor*innen, den Nachwuchsforscher*innen und politischen Aktivist*innen nehme ich viele gewinnbringende Anregungen mit. Dass ich mit dem Thema offenbar einen Nerv traf, der sogar jenseits meines Tracks für jede Menge Gesprächsstoff sorgte, war nicht das erste Mal. Das motiviert ungemein, das Forschungsfeld weiter zu bearbeiten und auch öffentlich zu debattieren. Dieser Blog-Beitrag startet daher eine neue Artikelserie zum Fallbeispiel der EZB als inoffizieller Vierter Staatsgewalt. Los geht’s

Als Beitrag zur Erforschung sozioökonomischer Lehrbücher werde ich an der Universität Siegen einen Fachvortrag über geldtheoretische Darstellungen und Mythen halten. Ich freue mich auf eine rege Diskussion und auf viele Anregungen. Im Folgenden dokumentiere ich meinen Abstract. Weiterlesen

In den letzten Tagen und Wochen habe ich das Exposé für mein Forschungsprojekt über »Staatsgeld, Macht und Demokratie« deutlich überarbeitet. Während die Version vom Februar mein Ticket in die Universität löste, soll die jetzige bei der Einwerbung von Drittmitteln helfen. Vor allem aber hilft mir das Exposé bei der Selbstvergewisserung über Inhalt, Methodik, Arbeitsschritte, Zeitplanung und Zweck. Insofern zeige ich auch ganz konkret die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz meines Promotionsvorhabens auf. Weiterlesen

Im Alltag ist oft davon die Rede, sein Erspartes zur Bank zu bringen und dort zu »parken«. Jedenfalls war das bis vor wenigen Jahren noch so, als man für Sparguthaben nennenswerte Zinsen bekam. Schließlich könnten Banken ohne zuvor »geparktes« Geld keine Kredite vergeben. Dahinter steckt die weit verbreitete Vorstellung, dass eine Bank eine Kombination aus Parkhaus und Geldverleih sei. So steht es seit Jahrzehnten in den teuren Standardlehrbüchern der Ökonomie. Kein Wunder, dass selbst viele Banker daran glauben. Doch es ist ein Mythos. Versetzen wir uns dazu in eine Welt, in der Parkhäuser wie Banken funktionieren. Au ja!

Bekanntlich beschäftige ich mich in meinem Promotionsprojekt mit dem Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie. Außerdem erforsche ich entsprechende Reforminitiativen, die das bestehende krisenanfällige fraktionale Reservesystem durch ein Geldsystem auf Basis von »Vollreserve« oder gar auf Basis von »Vollgeld« ersetzen wollen. Doch warum ausgerechnet am Beispiel von Island? Dass sich der kleine Inselstaat im Nordatlantik aus vielen Gründen regelrecht anbietet, ist kurz zu erklären. Das will ich wissen!

Enrico vor seiner neuen Wirkungsstätte in Erfurt Jetzt sind die Weichen gestellt, denn ab sofort bin ich Doktorand an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Erfurt. Dort promoviere ich am Beispiel von Island zum Spannungsverhältnis von (staatlichem) Geld, Macht und Demokratie.

Den ganzen Artikel gibt es auf meiner Website.

Wie es der Zufall so will, bot sich mir die Gelegenheit, ein neues Forschungsprojekt zur Geschichte der »Vollgeld«-Bewegung zu konzipieren. Damit greife ich übrigens eine meiner ersten Ideen für ein Promotionsthema wieder auf. Weiterlesen

Nach monatelangem Tauziehen zwischen den politischen Lagern hat Island jetzt eine neue Regierung. Die alten Eliten der »Unabhängigkeitspartei« konnten sich trotz der Massenproteste des letzten Jahres und trotz ihrer vielen Skandale wieder durchsetzen. Sie regieren zukünftig in einer neuartigen Mitte-Rechts-Koalition gemeinsam mit zwei noch sehr jungen politischen Kräften, der konservativen »Reformpartei« und der Zentrumspartei »Strahlende Zukunft«. Weiterlesen

Einer weltweit durchgeführten Umfrage zufolge wissen nur erschreckend geringe 20 Prozent der Befragten, dass heutzutage fast das gesamte in der Volkswirtschaft zirkulierende Geld von den Banken hergestellt wird. Dürften die befragten Menschen jedoch selbst darüber bestimmen, wer neues Geld herstellen und in Umlauf bringen soll, dann spräche sich eine klare Mehrheit für die Regierung oder die Zentralbank aus. Kaum jemand fände es gut, wenn profitorientierte private Geschäftsbanken das Privileg der »Geldschöpfung« und damit einhergehend auch die Vorrechte auf die »Seigniorage« und die Erstverwendung des neu geschaffenen Geldes behielten. Insgesamt stellt diese internationale Studie eine wichtige und wertvolle Quelle dar. Zeig mir mehr!

Ab sofort sind Einführungsveranstaltungen zum »Vollgeld«-Konzept buchbar. Den Auftakt machte die Grüne Jugend, für die ich Mitte Oktober in Jena einen individuell zugeschnittenen Workshop durchführte. Es bereitet mir stets viel Freude, mit hochmotivierten, wissbegierigen und diskussionsfreudigen Aktivengruppen zusammenzuarbeiten. Zeig mir mehr!

Islands rechtsliberale Regierung hat die Wählergunst klar verspielt. Die vorgezogene Parlamentswahl am gestrigen 29. Oktober führt stattdessen zu neuer Dynamik und bringt viele frische Köpfe ins Althing (Alþingi). Unüberhörbare Rufe nach Veränderungen ertönen. Dennoch ist überraschend offen, wie eine neue Regierung aussehen könnte. Wer am ehesten eine mehrheitsfähige Koalition schmieden kann und damit Premierminister*in wird, bleibt folglich abzuwarten. Die nächsten Tage werden sicher sehr spannend. Das möchte ich lesen!

In Island stehen bald Parlamentswahlen vor der Tür. Dann werden die Karten und Mandate neu gemischt. Was bedeutet das für die angestrebte Geldkommission, zumal viele bisherige Unterstützer*innen aufhören? Der Geldreformer Frosti Sigurjónsson wird dabei einer von ihnen sein. Das muss ich lesen!

Der Termin für die Neuwahl steht fest. Am 29. Oktober wählen die Isländer*innen vorzeitig ihr neues Parlament. Die amtierende Regierung dürfte abgewählt werden. Umfragen zufolge könnte ein links-grünes Viererbündnis übernehmen. Ausgemacht ist das allerdings noch lange nicht. Das möchte ich lesen!

In den letzten Wochen kam wieder etwas Bewegung in die Debatte des isländischen Parlaments um eine Geldkommission. Quasi kurz vor Toresschluss, denn es soll noch in diesem Herbst Neuwahlen geben. Das muss ich lesen!

Seit gestern führt Guðni Th. Jóhannesson die Amtsgeschäfte des isländischen Staatsoberhauptes (»Forseti Íslands«). Er ist damit der jüngste und erst der sechste Präsident in der Geschichte Islands. Der vierte und letzte Teil meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl thematisiert Jóhannessons Rede zum Amtsantritt. Das möchte ich lesen!

Am 25. Juni wurde Guðni Th. Jóhannesson zum neuen Präsidenten von Island gewählt – welches Amtsverständnis hat der Historiker und wie steht er zu den Forderungen nach einer Verfassungsreform? Teil 3 meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl. Das möchte ich lesen!

Am 25. Juni wurde Guðni Th. Jóhannesson zum neuen Präsidenten von Island gewählt – ist das ein Ausdruck des Wunsches nach Neuanfang und Bruch mit den Eliten? Teil 2 meiner Artikelserie zur isländischen Präsidentschaftswahl thematisiert das Wahlergebnis vor dem Hintergrund einer verbreiteten Unzufriedenheit mit den politischen und wirtschaftlichen Eliten, ihren Skandalen und ihrer Politik während und im Nachgang eines tief greifenden Finanzcrashs. Das möchte ich lesen!